Basics

Der Geocaching Anfänger stellt sich vielleicht zunächst die Frage “Woher weiß ich eigentlich, wo ich einen Cache finden kann ?”. Darauf gibt es mehrere Antworten:

Für den deutsprachigen Raum z.B. bei www.opencaching.de.
International bietet Groundspeak meines Wissens nach die umfangreichste Datenbank. Die Mitgliedschaft bei Groundspeak ist kostenlos. Der Zugriff auf erweiterte Features ist mit einer kostenpflichtigen Premium Membership möglich. Das aus meiner Sicht interessanteste Feature der Premium Membership sind die sogenannten Pocket Queries, die es ermöglichen sich zum Beispiel eine Datei mit den eigenen gefundenen Caches per Email schicken zu lassen.
Bei der Anmeldung sollte man beachten, dass eine Namensänderung nachträglich nicht ohne Mühe möglich ist.

Was ist überhaupt ein Cache ? Eine Cache ist in den allermeisten Fällen ein Behälter aus prinzipiell beliebigem Material, der mindestens ein “Logbuch” enthält. Behälterlose Caches sind z.B. Event- und Earthcaches. Es gibt “in the wild” sehr unterschiedliche Cache Behälter. Ein paar typische Behälter finden sich auf dem Foto unten.

dosen

Das Cachelisting gibt Auskunft darüber, wie man den Cache finden kann (wenn man kann), um welchen Typ Cache es sich handelt und um welchen Behältergröße es sich handelt.Eine Erläuterung der unterschiedlichen Cachetypen kann man auf den Seiten der deutschen Reviewer nachlesen. Dort finden sich auch weitere interessante Information.

Trackables:
In manchen Caches findet der geneigte Cacher sogenannte Trackables. Im Prinzip existieren 2 Arten von Trackables, Coins und Travelbugs (Travelslugs, Travelexpress, Ingots). Der klassische Coin reist mit oder ohne spezielle Aufgabe von Cache zu Cache. Der Owner definiert ein Ziel für den Coin und freut sich, wenn die Cacher dieses Ziel respektieren und den Coin auf seiner Mission unterstützen. Wenn man einen Coin findet, kann man ihn mitnehmen (retrieve), um bei der Mission zu helfen oder alternativ den Coin bewundern, die Trackingnummer notieren (discovern) und wieder in den Cache zurücklegen.

tb

coins1

Da ich es immer wieder bei meinen Trackables lese: “Nur discovered, da ich nichts zu tauschen hatte…” Der Inhalt des Caches gehört dem Cacheowner. Das macht Sinn, denn er hat den Cache ja auch initial bestückt. Die Trackables gehören den Trackables Ownern, somit bestimmen diese auch, was die Trackables machen sollen oder nicht. Das heisst, wenn man einem TB auf seiner Mission helfen kann, dann kann man ihn auch ohne Tauschen mitnehmen. Hier gilt “trade equal or up” nicht.  Es gibt allerdings Caches, deren Regeln besagen, dass dort nur unter bestimmten Bedingungen Trackables entnommen werden dürfen, was streng genommen etwas übergriffig ist. Hier muss jeder selber entscheiden, wie er damit umgeht. Ich persönlich halte mich daran und discovere im Zweifelsfall nur. Coins und Travelbugs haben eine sogenannte Trackingnummer, mit der sie bei groundspeak geloggt werden können und müssen.

So kann der Owner jederzeit den Aufenthaltsort seines Trackables feststellen. Wenn man einen Trackable mitgenommen hat, loggt man “retrieved”, ansonsten “discovered”. Dafür bekommt man in seinem Profil ein Icon spendiert (oder einen Counter hochgezählt) und vielleicht hat man auch noch eine gute Tat vollbracht.

Seek:
Das Wichtigste beim Geocachen ist das Finden (Found). So ganz ohne Found macht es einfach keinen Spaß. Im Laufe der Founds lernt man Standardverstecke kennen. Je nach Zielgebiet (Stadt, Wald) sind diese sehr unterschiedlich. Der Klassiker in der Stadt ist das “fallende Wasser”. Der Klassiker im Wald ist eine Baumwurzel. Wichtig zu wissen ist, dass die Koordinaten nicht immer exakt sind. Hierfür gibt es vielfältige Gründe. Zum einen kann der Owner ungünstig (Abschattung durch hohe Gebäude, schlechte Sattelitenkonstellation) eingemessen haben, zum anderen kann man selbst gerade eine ungünstige Position haben. Ein paar Meter Suche in alle Richtungen können den Found durchaus ermöglichen. Hint und Spoilerfoto, falls vorhanden, sollte man sowieso dabei haben. Nach einer gewissen Zeit kriegt man ein Gefühl dafür, welche Dosengröße sich wo verstecken lässt. Wenn ich auf Anhieb nichts finde, frage ich mich: “Wo hättest Du den versteckt ?” Die Antwort verquickt mit Informationen zur Einsehbarkeit, Hint und der Dosengröße führt häufig zum Ziel. Beim Tauschen von Tradeitems ist zu beachten, dass man “UP OR EQUAL” traded. Natürlich kann man im Zweifelsfall nicht hundertprozentig sicher sein, ob der Tausch fair ist. (Packung Papiertaschentücher gegen die 3-zellige Taschenlampe finde ich z.B. unfair) Zu beachten ist noch, dass keine Feuerzeuge oder Lebensmittel in den Cache gelegt werden.
Feuerzeuge haben die Eigenschaft bei hohen Temperaturen (Cache in sonniger Lage) zu explodieren.
Lebensmittel locken Ratten, Mäuse und größere Tiere an.
Es sei noch erwähnt, dass Geocacher aller Alterklassen existieren.

Hide:
Als erstes benötigt man eine interessante Stelle für den Cache. Ich persönlich finde Caches an der Lieblingspommesbude von irgendwem nicht so interessant. Letzlich ist das aber Geschmackssache und jedem wird man es nicht recht machen können. Man benötigt also eine interessante Stelle, eine passenden Cachebehälter und mindestens ein Logbuch. In größeren Cachebehältern sind ein Stift, Stash Note und Tradeitems von Vorteil. Der Cache sollte sich an die Richtlinien von Groundspeak halten. Eine sehr empfehlenswerte Seite sind auch die Seiten der deutschen Reviewer. Am Anfang ist es schwer Difficulty und Terrain sinnvoll zu bewerten; dieses System kann dabei helfen. Man kann übrigens zur Zeit kein Listing als Word Datei (o.ä.) hochladen, hier sind Html Kenntnisse gefragt. Wie man die Bilder “inline” hinbekommt steht zum Beispiel hier.

Cacherkit:
Im Laufe der Zeit sammelt sich ein umfangreiches Cacherkit an. Wer schon einmal zu große Hände hatte oder zu klein gewachsen ist, um an den Mikro zu kommen, der hat beim nächsten mal etwas Passendes dabei. Eine kleine Taschenlampe und eine Große für die Nachtaktion sind quasi Pflicht. Ein starker Magnet und ein Taschenspiegel können durchaus hilfreich sein. Ein bißchen Schnur, ein dicker Draht, Taschenrechner, Ersatzlogbuch, Maßband, Zeckenzange und Multitool haben gelegentlich durchaus ihre Berechtigung. Alles in allem aber Geschmacksache. Mein Cacherkit wächst kontinuierlich.

Zecken und Co.:
Nur einige wenige Sätze zu dem Thema. Das Internet bietet eine Fülle von weitergehenden Informationen. Die Population der Zecken ist in den vergangengen Jahren aufgrund der warmen Winter stark gestiegen. Der Lebensraum von Zecken beschränkt sich nicht auf Waldgebiete, auch in Wiesen sind sie heimisch. Zecken benötigen in ihrem 2-5 jährigen Leben 3 Blutmahlzeiten eines Wirtes. Erwachsene Tiere leben bis in ca. 1 m Höhe auf Büschen und Gräsern und warten auf ihr nächstes Opfer. Im Larvenstadium sind sie nur ca. 1 mm groß und mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Nachdem sie auf einem Wirt angekommen sind, beißen sie überlicherweise nicht sofort zu, sondern können sich bis zu 2 Tagen lang die richtige Stelle für ihre Mahlzeit aussuchen. Bevorzugt werden warme, gut durchblutete Stellen, wie Nacken, Achseln und Kniekehlen. Zecken können die Lyme-Borreliose und FSME übertragen.
Ein weiterer Störfaktor beim Cachen ist der Fuchsbandwurm. Die Eier werden vom Fuchs an Wurzeln und Bäumen abgestreift und können über den Hand-Mund Kontakt in den Fehlwirt Mensch gelangen. Sinnvolle Abhilfe schaffen hier Handschuhe. Das Essen von Früchten, die in bis zu einem Meter Höhe vom Boden wachsen, birgt die potentielle Gefahr sich mit Fuchsbandwurmeiern zu infizieren.


Eine Antwort auf „Basics“

  1. 1 Lymelene

    Online-Petition in Bremen – bitte kurz mit-unterzeichnen!Es geht um die durch Zeckenstiche übertragene Infektion Lyme-Borreliose, die inzwischen epidemische Ausmaße annimmt.
    Dies hier ist die Online-Petition für Bremen. Diese Petition kann von jedem mitgezeichnet werden, egal wo er/sie lebt! Sogar aus dem Ausland! Es sind nur ein paar Mausklicks. Bitte unterstützt diese Petition!Vielen Dank!

    Link: https://petition.bremische-buergerschaft.de/index.php?n=petitionsdetails&s=1&c=date_insert&d=DESC&b=0&l=10&searchstring=&pID=336


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